Seminare 2019


AUSGEBUCHT, nur noch Wartelistenplätze verfügbar!

PÄD16 19 "Aufgepasst"
1. Einführung in die Diagnostik und Therapie von Aufmerksamkeitsstörungen/ ADHS;
2. Der systemische Blick auf die "ADHS-Familie" (18 UE)
- PÄDergo - ggfs. auch als Einzelkurs zu buchen

Immer mehr Kinder werden mit Aufmerksamkeitsstörungen und/oder (Verdacht auf) ADHS mit entsprechenden Betätigungsproblemen in die ergotherapeutische Praxis überwiesen. Daher ist dies ein wichtiges Thema, das aus mehreren Blickwinkeln betrachtet werden sollte.

Neben grundlegenden ergotherapeutischen Behandlungsmöglichkeiten bei AD(H)S werden wir uns mit folgenden Seminarinhalten auseinandersetzen:

  • Betätigungsorientierte und klientenzentrierte Vorgehensweise bei Problemen im Bereich der Aufmerksamkeitssteuerung/ADHS analog zum CPPF
  • Betätigungsanalyse bei ADHS-spezifischen Problemstellungen
  • Kurzer Exkurs über neurophysiologische Grundlagen zur Steuerung von Aufmerksamkeit und Konzentration
  • Vor- und Nachteile der diagnostischen Möglichkeiten (Papier und Bleistift-Verfahren, computergestützte Tests, Fragebogen)
  • Welche Testverfahren können die Aktivitäts- und Partizipationsprobleme des Kindes auf der Funktionsebene verdeutlichen, um so den, für das Kind geeigneten Interventionsansatz auszuwählen?
  • Vorstellung des TEA-Ch-Test
Kurze Einführung in folgende Therapiekonzepte:
  • Marburger Konzentrationstraining (Krowatschek)
  • Aufmerksamkeitstraining nach Lauth & Schlottke
  • ATTENTIONER von Jacobs & Petermannn
  • Alert-Programm nach Williams & Shellenberger
  • IntraActPlus-Konzept von Jansen & Streit
Ergänzt werden diese Themen durch einen Workshop der Psychologin Stephanie Busch mit folgenden Inhalten:
  • Die Familie eines Kindes mit ADHS aus der systemischen Perspektive
  • Welche Kriterien müssen nach ICD - 10 für eine AD(H)S-Diagnose vorliegen? Was beinhaltet eine ADHS-Diagnostik idealerweise?
  • Beobachtungskriterien für das kindliche (Spiel-)verhalten
  • Die Marte Meo Methode zur Unterstützung der Eltern-Kind-Interaktion
  • Auf welchen gemeinsamen Prinzipien bauen Elterntrainings/Programme wie beispielsweise THOP (Therapieprogramm für Kinder mit hyperkinetischem und oppositionellem Verhalten), Triple P (Positive Parenting Program) oder Starke Eltern, starke Kinder® auf? Welche Eltern können von einem solchen Programm profitieren?
Das Seminar bietet auch eine Entscheidungshilfe, welche der vorgestellten Therapieprogramme/ Förderansätze zum persönlichen Arbeitsstil der TeilnehmerInnen passen.

Mi 19. Juni, 9.30 bis Do 20. Juni 2019, 17.30 Uhr
Referentinnen: Astrid Baumgarten, Stephanie Busch (Dipl. Psychologin), Inge Esser
Kursgebühr: 275,- EUR

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PÄD17 19 CO-OP Vertiefungs-Tag (8 UE)
- PÄDergo -

Dieser 3. Kurstag knüpft an das Seminar PÄD7 19 von Sa 23./So 24. Febr. 2019 an.

Fr 21. Juni 2019, 9.30 Uhr bis 17.00 Uhr
Referentinnen: Stephanie Knagge, Iris Knipschild


AUSGEBUCHT!

PÄD18 19 Einführung in die Sensorische Integrationstherapie (18 UE)
- PÄDergo - ggfs. auch als Einzelkurs zu buchen > s.a. PÄD23 19 als Alternativkurs

In diesem Einführungsseminar wird das Konzept der Sensorischen Integrationstherapie vorgestellt.
Gerade in den letzten Jahren sind zahlreiche internationale Studien zu unterschiedlichen Fragestellungen rund um die SI und zur Effektivität der SI-Therapie veröffentlicht worden. Auch die Stellungnahme der Neuropädiater zur SI wurde 2017 überarbeitet und veröffentlicht (http://www.dgspj.de/wp-content/uploads/service-stellungnahme-si-2017.pdf).
Dies zeigt den hohen Stellenwert, den diese Therapiemethode nach wie vor hat, wenn sie gezielt eingesetzt wird und sich an den Alltagsproblemen des Kindes/der Familie orientiert.

Inhalte des Seminars sind:

  • Einführung in das Konzept der Sensorischen Integration
  • Überblick über die Sinnessysteme und das ZNS
  • Störungsbilder der SI analog zu den aktuellen Klassifizierungen
  • Möglichkeiten der Befundung anhand von kriteriengeleiteten Beobachtungen
  • Die Fidelity-Kriterien in der SI-Behandlung
  • Möglichkeiten der Alltagsstrukturierung nach SI-Prinzipien/ Themen der Elternberatung.
Ergänzt werden die Kursinhalte durch Selbsterfahrungsübungen und zahlreiche Videofallbeispiele.

Sa 22. Juni, 9.30 Uhr bis So 23. Juni 2019, 16.00 Uhr
Referentinnen: Astrid Baumgarten, Iris Knipschild
Kursgebühr: 260,- EUR

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Neues Seminarthema

PÄD19 19 Kinder und Jugendliche mit emotionalen Störungen in der Ergotherapie - was tun? (16 UE)

In Deutschland sind durchschnittlich 20% der Kinder im Alter von 3-17 Jahren von psychischen Auffälligkeiten bzw. emotionalen Störungen betroffen (KIGGS-Studie 2014). Die Art dieser Störungen ist je nach Altersstufe unterschiedlich - die Kinder zeigen je nach Alter andere Symptome. Alle Symptome haben jedoch Auswirkungen auf den Alltag der Kinder.
Was können ErgotherapeutInnen mit Kindern mit diesem heterogenen Störungsbild tun? Dürfen und können wir sie eigentlich behandeln?

Dieser Kurs beinhaltet folgende Themen:

  • Wie sehen Depressionen, Ängste und Phobien im Kleinkind- Vorschul- und Schulalter aus?
  • Wie kann ich diese Klienten evidenzbasiert behandeln und wann muss ich sie weiterschicken?
  • Leitlinien- und evidenzbasierte Behandlung von Störungen des Sozialverhalten
  • Einführung in die Arbeit mit Jugendlichen - die Entwicklungsaufgaben in diesem Altersabschnitt und Betätigungsprobleme, die daraus entstehen können
  • Transitionen - Übergang ins Erwachsenenalter
  • Ergotherapeutische Hilfestellung für Jugendliche, die eine chronische Erkrankung aus dem Kindesalter mitbringen
  • Depressionen, Ängste, Selbstverletzendes Verhalten und Suizidgedanken - wie können wir Jugendliche mit diesen Symptomen in der Ergotherapie unterstützen?
Einführung in Behandlungsansätze/Maßnahmen für dieses Klientel:
  • Regulierende und hemmenden Maßnahmen auf der Basis der Sensorischen Integration (SI)
  • Problemlösungsstrategien aus dem CO-OP (Cognitive orientation to occupational performance)
  • Verhaltenstherapeutische Techniken
  • Elternarbeit
  • Soziales Kompetenztraining
Die Kursthemen werden praxisnah mit vielen Fallbeispielen vermittelt.

Sa 22. Juni, 9.30 Uhr bis So 23. Juni 2019, 16.00 Uhr
Referentin: Stephanie Knagge
Kursgebühr: 260,- EUR

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1. Teil des 3-teiligen Zertifikatskurses

PÄD20 19 Schulbasierte Ergotherapie Klientenzentriertes, betätigungs- und evidenzbasiertes Arbeiten im inklusiven Schulkontext: Grundlagen (16 UE)

Dieses Seminar bietet eine umfassende Einführung in die schulbasierte Ergotherapie zur Unterstützung der Inklusion.
Auf dem Hintergrund der nationalen und internationalen Gesetzgebungen und des Sozialen Modells der Behinderung wird die Rolle und Funktion der Ergotherapie im inklusiven Schulkontext erarbeitet. Theoretische Grundlagen und Praxisprinzipien werden anhand relevanter Forschungsevidenz erläutert. Der ergotherapeutische Prozess im Schulkontext sowie das integrierte Arbeiten im Klassenraum und Schulalltag werden anhand von Praxisbeispielen dargestellt, gemeinsam diskutiert und angewandt. Schwerpunkt hierbei ist der partnerschaftliche Problemlösungsprozess und das klinische Reasoning.

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Nach Teilnahme an allen drei Teilen der Seminarreihe besteht die Möglichkeit zur Zertifizierung.

Sa 29. Juni, 9.30 Uhr bis So 30. Juni 2019, 16.00 Uhr
Referentinnen: 2 Kolleginnen aus dem Ergoinklusiv-Referententeam
Kursgebühr: 300,- EUR

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PÄD21 19 Früherkennung und Prävention schulischer Lernstörungen bei Kindern in der Ergotherapie (9 UE)
- PÄDergo - ggfs. auch als Einzelkurs zu buchen

Lernstörungen haben weitreichende Folgen für die schulische, berufliche, emotionale und soziale Entwicklung der betroffenen Kinder. Da die Wurzeln von Lernstörungen oft schon im Vorschulalter zu suchen und zu finden sind, ist ein möglichst frühzeitiges Erkennen von Entwicklungsrisiken bereits in diesem Zeitabschnitt, spätestens zum Schulbeginn, von großer Relevanz. Von besonderem Interesse ist dabei die Erfassung und Förderung von Vorläuferfertigkeiten, die für den Erwerb von Lese- Rechtschreib- und Rechenkompetenzen grundlegend sind.
Viele der in der Ergotherapie behandelten Kinder weisen eine hohe Anzahl von Risikofaktoren für spätere schulische Lernstörungen auf ("Soft Signs"). ErgotherapeutInnen sind daher prädestiniert dafür, mit Vorschulkindern im Bereich Prävention von späteren Lernstörungen zu arbeiten. Zudem werden vermehrt Kinder im Vorschulalter mit dem Auftrag "Fit machen für die Schule" in die Praxen überwiesen.

Themen des Kurses:

  • Spezifische Basiskompetenzen des Lesens, Rechtschreibens und Rechnens bei Kindern im Vorschulalter anhand des aktuellen wissenschaftlichen Kenntnisstandes
  • Darstellung der Risikofaktoren für schulische Lernstörungen im Vorschulalter: "Soft Signs", unspezifische, spezifische Prädiktoren
  • Möglichkeiten der Befundung/Testung von Vorläuferfertigkeiten des Lesens, Rechtschreibens und Rechnens
  • Befundung der mathematischen Vorläuferfähigkeiten mit einem, in Zusammenarbeit mit Dr. Barth, erstellten Screening (wird den TN nach dem Kurs zugemailt)
  • Präventive Möglichkeiten und Ansätze zur Verhinderung späterer Lernstörungen innerhalb der pädiatrischen Ergotherapie
Praktische Erprobung von entsprechenden Behandlungssequenzen und Filmbeispiele vertiefen die Seminarinhalte. Die unterschiedlichen Beobachtungs-/Screeningbögen werden den TeilnehmerInnen nach dem Seminar für die direkte Anwendung in der praktischen Arbeit zugemailt.

Do 19. Sept. 2019, 9.30 Uhr bis 17.30 Uhr
Referentinnen: Astrid Baumgarten, Iris Knipschild
Kursgebühr: 140,- EUR

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Achtung, nur noch wenige Plätze verfügbar!

PÄD22 19 Ergotherapie bei visuellen Wahrnehmungsverarbeitungsstörungen (12 UE)
- PÄDergo - ggfs. auch als Einzelkurs zu buchen

Rund um das Thema der visuellen Wahrnehmung gibt es viele unterschiedliche Definitionen und entsprechende Förder- und Therapieansätze.
Im Seminar wird eine Einordnung der verschiedenen Begrifflichkeiten in Bezug zum ergotherapeutischen Befund (inkl. FEW - 2 Ergebnissen) vorgenommen. Die Auswirkung der Störungsbilder auf die Partizipation der Kinder in der Schule und häuslichem Umfeld werden geschildert.

Seminarthemen:

  • Entwicklung des visuellen Systems und der visuellen Wahrnehmung
  • Einordnung der unterschiedlichen Bezeichnungen im Bereich der visuellen Wahrnehmungsverarbeitungsstörungen
  • Befundung der visuellen Wahrnehmungsleistungen
  • Welche Rolle spielt der FEW-2 bei dieser Diagnostik?
  • Welche Aussagen können nach einer FEW-2 Testung in Bezug auf Schulfertigkeiten und betätigungsproblemorientierte Behandlungsansätze gemacht werden
  • Räumlich-konstruktive Störungen als Teilbereich umschriebener Lernstörungen
  • Behandlungsansätze bei räumlich-konstruktiven und bei visuell-perzeptiven Wahrnehmungsverarbeitungsstörungen.
Die Möglichkeiten der praktischen Umsetzung werden an Hand von Videobeispielen demonstriert und während des Seminars gemeinsam erarbeitet.

Fr 20. Sept., 9.30 bis Sa 21. Sept. 2019, 13.00 Uhr
Referentinnen: Inge Esser, Nora Bilke
Kursgebühr: 205,- EUR

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PÄD23 19 Einführung in die Sensorische Integrationstherapie (18 UE)

In diesem Einführungsseminar wird das Konzept der Sensorischen Integrationstherapie vorgestellt. Gerade in den letzten Jahren sind zahlreiche internationale Studien zu unterschiedlichen Fragestellungen rund um die SI und zur Effektivität der SI-Therapie veröffentlicht worden. Auch die Stellungnahme der Neuropädiater zur SI wurde 2017 überarbeitet und veröffentlicht (http://www.dgspj.de/wp-content/uploads/service-stellungnahme-si-2017.pdf).
Dies zeigt den hohen Stellenwert, den diese Therapiemethode nach wie vor hat, wenn sie gezielt eingesetzt wird und sich an den Alltagsproblemen des Kindes/der Familie orientiert.

Inhalte des Seminars sind:

  • Einführung in das Konzept der Sensorischen Integration
  • Überblick über die Sinnessysteme und das ZNS
  • Störungsbilder der SI analog zu den aktuellen Klassifizierungen
  • Möglichkeiten der Befundung anhand von kriteriengeleiteten Beobachtungen
  • Die Fidelity-Kriterien in der SI-Behandlung
  • Möglichkeiten der Alltagsstrukturierung nach SI-Prinzipien/Themen der Elternberatung.
Ergänzt werden die Kursinhalte durch Selbsterfahrungsübungen und zahlreiche Videofallbeispiele.

Sa 28. Sept., 9.30 Uhr bis So 29. Sept. 2019, 16.00 Uhr
Referentinnen: Iris Knipschild, Astrid Baumgarten
Kursgebühr: 260,- EUR

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2. Teil des 3-teiligen Zertifikatskurses

PÄD24 19 Schulbasierte Ergotherapie - Klientenzentriertes, betätigungs- und evidenzbasiertes Arbeiten im inklusiven Schulkontext: Befunderhebung (16 UE)

Die ergotherapeutische Versorgung von Kindern in Grundschulen sollte den Prozess der Inklusion unterstützen und Partizipation im Schulalltag ermöglichen. Bereits in der Befunderhebung zeigt sich dies in einer alltags- und betätigungsorientierten Ausrichtung der schulbasierten Ergotherapie. Die Befunderhebung erfolgt daher in partnerschaftlicher Zusammenarbeit mit Lehrkräften, pädagogischen Fachkräften, Eltern und wenn immer möglich mit dem Schüler.
In diesem Seminar wird eine theoretisch fundierte und evidenzbasierte Befunderhebung im Schulalltag vorgestellt und praktisch angewandt. Es werden unterschiedliche Methoden und Verfahren in der "top-down" Befunderhebung (Coster 1998, Hocking 2001, Trombly 1993) im Schulalltag genutzt.

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Voraussetzung für diesen Kurs ist die Teilnahme an einem Grundlagenseminar "Schulbasierte Ergotherapie" bei der DVE-Akademie (oder INSIGHT).

Sa 28. Sept., 9.30 Uhr bis So 29. Sept. 2019, 16.00 Uhr
Referentinnen: 2 Kolleginnen aus dem Ergoinklusiv-Referententeam
Kursgebühr: 300,- EUR

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PÄD25 19 CO-OP: ein kognitiver Ansatz bei Kindern mit motorischen Entwicklungsstörungen und anderen Störungsbildern (16 UE + 8 UE 2. Teil)

Im ersten Teil dieses Workshops (am 1. und 2. Tag) wird der evidenzbasierte CO-OP Ansatz (Cognitive Orientation to Daily Occupational Performance) von Dr. Helene Polatajko und Kollegen (Kanada) vorgestellt und praktisch erprobt.

Der CO-OP-Ansatz ist auf verschiedenen Ebenen wissenschaftlich erforscht und in seiner Wirksamkeit evaluiert. Er wird v. a. in der Therapie von Kindern mit umschriebenen Entwicklungsstörungen der motorischen Funktionen (UEMF) in den entsprechenden Versorgungsleitlinien als wirksam empfohlen. Darüber hinaus gibt es inzwischen vielversprechende Pilotstudien und Erfahrungen bei CO-OP mit Erwachsenen und Klienten mit anderen Störungsbildern, wie z.B. Autismus, Apoplex u.a.

Inhalte 1.und 2. Tag: CO-OP kennenlernen (Ziel und Plan)

  • Kurzvorstellung des Störungsbildes Umschriebene Entwicklungsstörung Motorischer Funktionen (UEMF)
  • Theoretische Hintergründe und Forschungsergebnisse
  • Einsatz kognitiver Strategien
  • Dynamische Ausführungsanalyse
  • Geleitete Entdeckung
  • Elternbeteiligung/-beratung
Danach sollen praktische Erfahrungen mit der Methode in der Praxis gesammelt werden (Tun).

Der zur CO-OP Weiterbildung gehörende Vertiefungs-Tag (3. Tag) bietet die Gelegenheit sich über die Erfahrungen mit CO-OP auszutauschen und das Wissen über CO-OP zu vertiefen. Dieser Tag findet im Februar 2020 statt.

Der Vertiefungstag bietet die Gelegenheit sich über die Erfahrungen mit CO-OP auszutauschen und das Wissen über CO-OP zu vertiefen.
Hier stehen die eigenen Fallbeispiele und Erfahrungen mit CO-OP im Mittelpunkt. Es werden u. a. spezifische Aspekte und die Fragen nach den Möglichkeiten und Grenzen, den Schwierigkeiten und Erfolgen der Anwendung von CO-OP diskutiert.

Darüber hinaus wird auch ein Einblick über neueste Entwicklungen zum Thema gegeben. Weiterhin besteht die Möglichkeit, mitgebrachte Videobeispiele zu analysieren und ggf. einzelne CO-OP-Vorgehensweisen praktisch zu vertiefen.

Inhalte: Vertiefen des CO-OP-Wissens und Erfahrungsaustausch (Check)

  • Erfahrungsaustausch
  • Videoanalysen
  • Ideenpool
  • Praktische Vertiefung
  • Neue Entwicklungen
Das Mitbringen von eigenen Fallbeispielen für den Vertiefungs-Tag (3. Tag), gerne auch als Videosequenzen, bereichert diesen Workshop sehr und wird erwartet!

Teil 1: Sa 5. Okt., 9.30 Uhr bis So 6. Okt. 2019, 16.00 Uhr
Teil 2: Fr 14. Februar 2020, 9.30 bis 17.00 Uhr
Referentinnen: Stephanie Knagge, Iris Knipschild
Kursgebühr: 395,- EUR für 3 Tage mit insgesamt 24 UE

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PÄD26 19 Kindliche Entwicklung
Kriterien zur Befundung von Entwicklungsauffälligkeiten (8 UE)
- PÄDergo - ggfs. auch als Einzelkurs zu buchen

Bei der Analyse der Betätigungs- und Partizipationsprobleme, gerade bei jüngeren Kindern, stellt sich oft die Frage, ob diese Probleme Hinweise auf zugrundeliegende Entwicklungsauffälligkeiten sind. Denn insbesondere bei einem klientenzentrierten Ansatz ist es wichtig, individuelle Stärken und Schwächen im Interventionsprozess zu berücksichtigen. Vor diesem Hintergrund können dann therapeutische Bezugsrahmen und Methoden zielgerichtet ausgewählt werden. Auch der Dialog mit den Eltern wird durch dieses Wissen erleichtert.
Gerade bei jungen Kindern, die mit vielen gängigen Testverfahren noch nicht zu untersuchen sind, bieten das "Grenzsteinkonzept der kindlichen Entwicklung" (Michaelis 2010, 2013) ein gut anwendbares Assessment zur Beurteilung evtl. Entwicklungsauffälligkeiten. Die "Grenzsteine" ermöglichen eine Vereinfachung des interdisziplinären Austauschs mit Kinderärzten und pädagogischen Fachkräften, da auch diese Berufsgruppen dieses Instrument anwenden/kennen.
In diesem Seminar soll u. a. anhand von Videofallbeispielen das Grenzsteinkonzept kindlicher Entwicklung in den o. g. Bereichen vorgestellt werden. Die grob- und feinmotorische, kognitive, sprachliche und sozial/emotionale Entwicklung in den ersten Lebensjahren wird im Kurs thematisiert.

Ein von INSIGHT entwickelter Beobachtungsbogen zur kriteriengeleiteten Beobachtung von Kindern zwischen 4 und 6 Jahren inkl. Auswertungshinweisen wird im Seminar anhand eines Videofallbeispiels vorgestellt und den TeilnehmerInnen nach dem Kurs zur Verwendung in der eigenen therapeutischen Arbeit zugemailt.

Do 5. Dez. 2019, 9.30 bis 17.00 Uhr
Referentinnen: Astrid Baumgarten, Iris Knipschild
Kursgebühr: 140,- EUR

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PÄD27 19 Gesprächsführung mit Eltern - auf dem Weg zum Coaching (8 UE)
- PÄDergo - ggfss. auch als Einzelkurs zu buchen

Ohne die Kooperation der Eltern ist eine Therapie nur bedingt wirksam, da nur durch sie eine Übertragung der erarbeiteten Fertigkeiten in den Alltag gewährleistet werden kann.
Häufig sind Ergotherapeuten in ihrer pädiatrischen Arbeit jedoch damit konfrontiert, dass Eltern die zahlreichen Hinweise und Tipps zum Umgang mit den Kindern im Alltag nicht umsetzen. Manchmal geschieht dies, weil unsere "Ratschläge" für die Eltern nicht kompatibel genug für die alltäglichen Abläufe zu Hause sind.
Daher ist es wichtig, über reflektive Fragen ("W"-Fragen) zum einen die Problemsituationen genau zu erfassen, zum anderen die Eltern auf dem Weg zu eigenen Lösungsstrategien zu begleiten. Diese Lösungsstrategien werden dann von den Eltern auch wirklich im Alltag erprobt.
In diese coachenden Elterngespräche fließt aber durchaus auch unser ergotherapeutisches Expertenwissen mit ein. Häufig geschieht dies im Sinne einer Aufklärung über die kindspezifischen Faktoren und deren Einfluss auf die Betätigungen im Alltag (Psychoedukation).

Themen des Seminars:

  • Überblick über die in der pädiatrischen Ergotherapie geführten Gespräche
  • Grundlagen der klientenzentrierten Gesprächsführung
  • Das PEO-Modell in der Elternarbeit
  • "Reframing", als Möglichkeit den Blick der Bezugspersonen auf das Kind positiv zu verändern
  • Einführung in den Einsatz der reflektiven Fragen Gesprächstechniken ("W - Fragen")
  • Übungsfälle und Arbeitsgruppen zur Erprobung der "W"-Fragen
  • Vermittlung von kindspezifischen Faktoren, z.B. beim Umgang mit Trotz, Essens- und Schlafproblemen, Problemen bei den Hausaufgaben.
Die im Seminar vermittelten Vorgehensweisen können auch sehr gut auf die Intervention mit älteren Kindern und Jugendlichen und auf die partnerschaftliche Zusammenarbeit mit pädagogischen Fachkräften übertragen werden.

Fr 6. Dez. 2019, 9.30 bis 17.00 Uhr
Referentinnen: Astrid Baumgarten, Inge Esser
Kursgebühr: 140,- EUR

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PÄD28 19 Grundlagen des ergotherapeutischen Befundes in der Pädiatrie anhand des CPPF-Prozessmodells:
Betätigungsorientierte Befunderhebung: COPM, Anamnese, Betätigungsanalyse, Auswahl der Befundinstrumente, Befundzusammenstellung, SMART-Ziele, Berichterstattung (16 UE)
- PÄDergo - ggfs. auch als Einzelkurs zu buchen

Basis einer erfolgreichen ergotherapeutischen Intervention ist eine betätigungsorientierte und klientenzentrierte Befunderstellung.
Daher werden wir uns im Kurs mit folgenden Themen auseinandersetzen:
  • Kurze Einführung in das klinische Reasoning und in das kanadische Prozessmodell CPPF (Canadian Practice Process Framework), das den weiteren Ablauf des Seminars strukturieren wird
  • COPM als Instrument zur betätigungsorientierten Zielsetzung und Messinstrument für Ergebnisse und als Grundlage für den betätigungsorientierten Befund in der Pädiatrie
  • Formen der Anamneseerhebung in der Pädiatrie: Welche Bereiche der bisherigen Entwicklung müssen abgefragt werden? Wie gehe ich mit den gewonnenen Daten um?
  • Betätigungsanalyse: Wichtige Prinzipien in der Durchführung
  • Gezielte Auswahl eventuell zusätzlich einzusetzender Testverfahren, kriteriengeleiteter Beobachtungen, Screenings, um das Performanzproblem des Kindes zielgerichtet erkennen, benennen und behandeln zu können
  • Wie können die "Befund-Puzzlesteine" zu einem ergotherapeutischen Gesamtbefund zusammengefasst werden?
  • Verknüpfung des Überweisungsauftrags des Arztes mit der Alltagsproblematik/den Betätigungsperformanzproblemen des Kindes
  • Entwicklung von betätigungsorientierten Zielen mit Kind/Eltern/Schule/Kindergarten analog zu den SMART-Regeln, damit die Ziele konkret und überprüfbar sind
  • Vorstellung des, an die ICF-CY angelehnten, INSIGHT-Befundschemas, dass den Schritt der Interpretation der Test- und Beobachtungsergebnisse übersichtlich gestaltet und die Befundzusammenstellung erleichtert
  • Formen der Berichterstattung an den Arzt.
Alle im Seminar verwendeten Dokumentationsbögen (Anamnesebogen, ICF-Befundbogen, Befundcheckliste, Zieltabellen etc.) werden den TeilnehmerInnen nach dem Kurs zur Verwendung in der eigenen praktischen Arbeit zugemailt.

Sa 7. Dez., 9.30 Uhr bis So 8. Dez. 2019, 16.00 Uhr
Referentinnen: Inge Esser, Nora Bilke
Kursgebühr: 260,- EUR

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PÄD31 19 Ergotherapeutische Interventionen bei Kindern mit Autismus-Spektrum-Störungen (24 UE)

Im Rahmen der Ergotherapie bei autistischen Kindern hat sich in den USA insbesondere die sensorische Integrationstherapie etabliert. 80 bis 90 % aller Menschen mit Autismus sind von sensorischen Modulationsstörungen betroffen (z.B. Schaaf 2011). Betroffene beschreiben häufig extreme Missempfindungen, Überempfindlichkeiten bis hin zu Schmerzempfindungen in unterschiedlichen Sinnessystemen. Diese Hyperreaktivität auf alltägliche sensorische Informationen und Ereignisse beeinflusst das Leben in der Schule, bei der Arbeit, im sozialen Zusammenleben und zu Hause. Die schwerwiegenden Auswirkungen dieser sensorischen Probleme auf den Alltag und auf das emotionale Wohlbefinden der autistischen Menschen hat dazu geführt, dass diese Symptome als ein Diagnosekriterium des "Diagnostic and Statistical Manual of Mental Disorders (DSM 5)" aufgenommen wurden.
Nicht nur empirische Erfahrungen (Baumgarten & Röder 2008), sondern auch der derzeitige Forschungsstand (Schaaf et al. 2014, Watling & Hauer 2015) zeigen, dass durch die Sensorische Integrationstherapie mit autistischen Kindern das Familienleben erleichtert, schulisches Lernen verbessert und die Integration in das Arbeitsleben unterstützt wird. Zudem reduziert sich der individuelle Leidensdruck bei den Betroffenen enorm.

Im Seminar wird auch anhand von Fallbeispielen der konkrete Einsatz der SI-Methode in der Befundung/Intervention dargestellt. Die Umfeldberatung (ET-Coaching) der Eltern, der Lehrer und anderer Erwachsener, die Teil des Lebens des autistischen Kindes sind, ist ein wichtiger Bestandteil der ET-SI-Behandlung und des langfristigen "Umfeld- und Alltagsmanagements" in der therapeutischen Begleitung (Bundy 2007, Dunn 2012). Auch dieser Prozess wird im Kurs praxisnah vermittelt. Zudem werden wichtige Themen im Hinblick auf die Inklusion von Kindern mit Autismus in der KITA/Schule besprochen.

Weitere Inhalte des Kurses:

  • Abgrenzungsmöglichkeiten zu anderen Störungsbildern, z.B. zu SI-Modulationsdysfunktionen
  • Überblick über weitere Behandlungskonzepte, die in der Ergotherapie mit autistischen Kindern eingesetzt werden (z.B. TEACCH)
  • Ergotherapeutische Behandlungsansätze für komorbid auftretende Probleme in der Grob- und Feinmotorik und in der Praxie
  • Das Konzept des "Storytellings": Social und Sensory Stories für Kinder und Jugendliche mit ASS
Kenntnisse in der SI-Therapie (mindestens eine SI-Einführung) werden für dieses Seminar vorausgesetzt.

Fr 13. Dez., 9.30 Uhr bis So 15. Dez. 2019, 16.00 Uhr
Referentinnen: Astrid Baumgarten, Iris Knipschild
Kursgebühr: 360,- EUR

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 Seminare 2020


PÄD1 20 Ergotherapeutische Ansätze bei Kindern mit feinmotorischen Auffälligkeiten (8 UE)
- PÄDergo - ggfs. auch als Einzelkurs zu buchen

Auffälligkeiten in der feinmotorischen Entwicklung sind der häufigste Verordnungsgrund für Kinder im Vorschulalter in der pädiatrisch-ergotherapeutischen Praxis. Daher ist es wichtig, für diese Probleme eine betätigungsorientierte Befundaufnahme und Behandlung anbieten zu können.

Die Inhalte des Kurses, analog zu den aktuellen Veröffentlichungen zu diesem Thema:

  • Erläuterungen der Voraussetzungen für die Entwicklung der Fein- und Grafomotorik
  • Handfunktionen als Basis für fein- und grafomotorische Aktivitäten
  • Betätigungsanalysen im Bereich der Feinmotorik
  • Störungen in der Fein- und Grafomotorik und deren Befundung anhand eines Screenings, angelehnt an KOEK/SOESSS (die Screeningbögen werden nach dem Kurs zugemailt)
  • Entwicklung von Behandlungsstrategien jenseits der gängigen Übungsprogramme mit, für Kinder motivierenden Tätigkeiten
  • Anleitung der Eltern, den Therapieverlauf mit sinnvollen und alltagsbezogenen Aktivitäten im häuslichen Umfeld zu unterstützen
  • Ideen für den Praxisalltag und für die Umfeldberatung.

Do 13. Febr. 2020, 9.30 bis 17.00 Uhr
Referentinnen: Iris Knipschild, Inge Esser
Kursgebühr: 140,- EUR

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PÄD2 20 Movement Assessment Battery for Children: M-ABC-2 (8 UE)
- PÄDergo - ggfs. auch als Einzelkurs zu buchen

Die M-ABC-2 ist ein englischer Motoriktest für Kinder von 4 bis12 Jahren, der in einer deutschen Normierung im Jahr 2008 erschienen ist. Mit der M-ABC-2 werden auch qualitative Aspekte in der Bewegungsbeurteilung berücksichtigt, daher kann dieses Verfahren im Bereich der Grob- und Feinmotorik auch zur Therapieplanung und -evaluation eingesetzt werden Der Test wurde zudem entwickelt, um Bewegungsprobleme zu identifizieren, die die Partizipation und die soziale Integration des Kindes beeinträchtigen.

Inhalte des Kurses:

  • Hinweise zur Testdurchführung anhand von Videofilmen
  • Erprobung der Testdurchführung
  • Klärung von Durchführungsfragen und -probleme
  • M-ABC-2 Testauswertung
  • Darstellung der Testergebnisse in einem adaptierten Testprofil (INSIGHT 2016) unter Berücksichtigung der AWMF-Leitlinien UEMF
  • Möglichkeiten der Interpretation der M-ABC-2 für den therapeutischen Befund
  • Diskussion von M-ABC-2 - Fallbeispielen

Fr 14. Febr. 2020, 9.30 bis 17.00 Uhr
Referentinnen: Astrid Baumgarten, Nora Bilke
Kursgebühr: 140,- EUR

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PÄD3 20 CO-OP Vertiefungs-Tag (8 UE)
- PÄDergo -

Dieser 3. Kurstag knüpft an das Seminar PÄD25 19 von Sa 5./So 6. Okt. 2019 an.

Fr 14. Febr. 2020, 9.30 bis17.00 Uhr
Referentinnen: Stephanie Knagge, Iris Knipschild


PÄD4 20 CO-OP: ein kognitiver Ansatz bei Kindern mit motorischen Entwicklungsstörungen und anderen Störungsbildern (16 UE + 8 UE 2. Teil)
- PÄDergo - ggfs. auch als Einzelkurs zu buchen > s.a. PÄD20 20 als Alternativkurs

Im ersten Teil dieses Workshops (am 1. und 2. Tag) wird der evidenzbasierte CO-OP Ansatz (Cognitive Orientation to Daily Occupational Performance) von Dr. Helene Polatajko und Kollegen (Kanada) vorgestellt und praktisch erprobt.

Der CO-OP-Ansatz ist auf verschiedenen Ebenen wissenschaftlich erforscht und in seiner Wirksamkeit evaluiert. Er wird v. a. in der Therapie von Kindern mit umschriebenen Entwicklungsstörungen der motorischen Funktionen (UEMF) in den entsprechenden Versorgungsleitlinien als wirksam empfohlen. Darüber hinaus gibt es inzwischen vielversprechende Pilotstudien und Erfahrungen bei CO-OP mit Erwachsenen und Klienten mit anderen Störungsbildern, wie z.B. Autismus, Apoplex u.a.

Inhalte 1.und 2. Tag: CO-OP kennenlernen (Ziel und Plan)

  • Kurzvorstellung des Störungsbildes Umschriebene Entwicklungsstörung Motorischer Funktionen (UEMF)
  • Theoretische Hintergründe und Forschungsergebnisse
  • Einsatz kognitiver Strategien
  • Dynamische Ausführungsanalyse
  • Geleitete Entdeckung
  • Elternbeteiligung/-beratung
Danach sollen praktische Erfahrungen mit der Methode in der Praxis gesammelt werden.

Der zur CO-OP Weiterbildung gehörende Vertiefungs-Tag (3. Tag) bietet die Gelegenheit sich über die Erfahrungen mit CO-OP auszutauschen und das Wissen über CO-OP zu vertiefen. Dieser Tag findet am Fr 12. Juni 2020 statt.

Der Vertiefungstag bietet die Gelegenheit sich über die Erfahrungen mit CO-OP auszutauschen und das Wissen über CO-OP zu vertiefen. Hier stehen die eigenen Fallbeispiele und Erfahrungen mit CO-OP im Mittelpunkt. Es werden u. a. spezifische Aspekte und die Fragen nach den Möglichkeiten und Grenzen, den Schwierigkeiten und Erfolgen der Anwendung von CO-OP diskutiert.

Darüber hinaus wird auch ein Einblick über neueste Entwicklungen zum Thema gegeben. Weiterhin besteht die Möglichkeit, mitgebrachte Videobeispiele zu analysieren und ggf. einzelne CO-OP-Vorgehensweisen praktisch zu vertiefen.

Inhalte: Vertiefen des CO-OP-Wissens und Erfahrungsaustausch (Check)

  • Erfahrungsaustausch
  • Videoanalysen
  • Ideenpool
  • Praktische Vertiefung
  • Neue Entwicklungen
Das Mitbringen von eigenen Fallbeispielen für den Vertiefungs-Tag (3. Tag), gerne auch als Videosequenzen, bereichert diesen Workshop sehr und wird erwartet!

Teil 1: Sa 15. Febr., 9.30 Uhr bis So 16. Febr. 2020, 16.00 Uhr
Teil 2: Fr 12. Juni 2020, 9.30 bis 17.00 Uhr
Referentinnen: Stephanie Knagge, Iris Knipschild
Kursgebühr: 395,- EUR für 3 Tage mit insgesamt 24 UE

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3. Teil des 3-teiligen Zertifikatskurses

PÄD5 20 Schulbasierte Ergotherapie - Klientenzentriertes, betätigungs- und evidenzbasiertes Arbeiten im inklusiven Schulkontext: Intervention (16 UE)

Dieses Seminar bietet Denkanstöße und praktische Ideen für ergotherapeutische Interventionen, die direkt in den inklusiven Schulalltag integriert sind. Die vorgestellten Interventionen der schulbasierten Ergotherapie basieren auf dem sozialen Modell von Behinderung und den damit einhergehenden Konzepten von Inklusion und Diversität. Im Mittelpunkt steht die partnerschaftliche Zusammenarbeit mit und die Beratung von Eltern, Lehrkräften und SchülerInnen (collaborative consultation). Die Ergotherapie unterstützt die Arbeit der PädagogInnen im Schulalltag, um gemeinsam Alltagsprobleme zu lösen.

Nach Teilnahme an dem Seminar werden die KursteilnehmerInnen:

  • Umweltanpassungen, Aktivitätsanpassungen und Strategien entwickeln und auswählen können, um die Teilhabe von Kindern mit individuellen und unterschiedlichen Bedürfnissen am Schulalltag zu ermöglichen
  • durch gezieltes Reframing Erwartungen verändern und Verständnis für die individuellen und unterschiedlichen Bedürfnisse eines Kindes schaffen können
  • durch Coaching (inklusive Co-teaching) alltagsrelevante Kompetenzen vermitteln können.
Voraussetzung für diesen Kurs ist die Teilnahme an Teil 1 und Teil 2 der Kursreihe "Schulbasierte Ergotherapie". Nach Teilnahme an allen drei Teilen der Seminarreihe besteht die Möglichkeit zur Zertifizierung.

Sa 15. Febr., 9.30 Uhr bis So 16. Febr. 2020, 16.00 Uhr
Referentinnen: 2 Kolleginnen aus dem Ergoinklusiv-Referententeam
Kursgebühr: 300,- EUR

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Wieder im Kursprogramm

PÄD6 20 "Schwieriges Alter"?
Ergotherapeutische Behandlung von Kleinkindern (16 UE)

Die Befundung und Behandlung von Kleinkindern erfordern spezifische Kenntnisse, damit die Ergotherapie erfolgreich verlaufen kann. Kinder zwischen 1 ½ und 4 Jahren zeigen alterstypische Merkmale, die den Ablauf der Therapiestunden enorm beeinträchtigen können.

So gehören Trotzanfälle, das Bedürfnis nach Selbststeuerung, das scheinbar planlose Agieren im Raum und eine eher ungerichtete Aktivität zu den Kennzeichen vieler Kinder dieser Alter-stufe. Auch ist die Varianz in der Normalentwicklung der Kinder dieser Altersstufe so groß, dass eine Einschätzung von Entwicklungsauffälligkeiten schwerfällt.
Die Elternarbeit nimmt in der ergotherapeutischen Intervention bei kleinen Kindern einen großen Stellenwert ein. Kenntnisse über typische Beratungsinhalte für diese Altersstufe unterstützen daher die Effektivität der Zusammenarbeit mit Eltern und Bezugspersonen.

Im Seminar werden im Zusammenhang mit diesen Problemen folgend Inhalte thematisiert:

  • Mit welchen typischen Fragestellungen/Aufträgen kommen die Eltern dieser kleinen Kinder?
  • Assessments für Kinder zwischen 1 ½ und 4 Jahren zur Einschätzung der Gesamtentwicklung, z.B. die "Grenzsteine der Entwicklung nach Michaelis (2010, 2013)
  • Möglichkeiten der Strukturierung und Motivationssteigerung durch Raum- und Umfeldgestaltung im Behandlungssetting
  • Steigerung der Motivation der Kinder durch gezielte, altersentsprechende Spielangebote
  • Themen der Elternberatung für diese Altersgruppe

Sa 29. Febr., 9.30 Uhr bis So 1. März 2020, 16.00 Uhr
Referentinnen: Astrid Baumgarten und/oder Iris Knipschild
Kursgebühr: 260,- EUR

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PÄD7 20 Der Interventionsprozess eines Therapiekindes analog zum CPPF-Framework (8 UE)
- PÄDergo - ggfs. auch als Einzelkurs zu buchen

Anhand eines Videofallbeispiels wird im Seminar der komplette Behandlungsprozess mit den Teilnehmenden erarbeitet:

  • Rahmenbedingungen klären; mögliche Betätigungsprobleme und -ziele identifizieren
  • Erheben/Bewerten: Betätigungsanalysen, kriteriengeleitete Beobachtungen, Testverfahren
  • Sich mit dem Kind/den Bezugspersonen auf Ziele einigen; Interventionen planen
  • Umsetzung und Dokumentation des Planes inkl. Zusammenarbeit mit anderen am Prozess beteiligten Personen (z.B. Eltern, Geschwister, Lehrer, Erzieher...).
  • Überwachen/verändern: die genutzten Strategien zur Erreichung der Betätigungsziele überprüfen und ggf. anpassen
  • Ergebnis bewerten und Abschluss der Interventionen.
Durch diesen Kurstag werden Sicherheit und Routine im Clinical Reasoning verstärkt. Die Übertragung des CPPF-Prozesses in die eigene therapeutische Arbeit und damit das klienten- und betätigungszentrierte Vorgehen wird erleichtert und unterstützt.

Do 14. Mai 2020, 9.30 bis 17.00 Uhr
Referentinnen: Inge Esser, Nora Bilke
Kursgebühr: 140,- EUR

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PÄD8 20 Einführung in die Sensorische Integrationstherapie (18 UE)
- PÄDergo - ggfs. auch als Einzelkurs zu buchen - s.a. PÄD18 20 als Alternativkurs

In diesem Einführungsseminar wird das Konzept der Sensorischen Integrationstherapie vorgestellt. Gerade in den letzten Jahren sind zahlreiche internationale Studien zu unterschiedlichen Fragestellungen rund um die SI und zur Effektivität der SI-Therapie veröffentlicht worden. Auch die Stellungnahme der Neuropädiater zur SI wurde 2017 überarbeitet und veröffentlicht (http://www.dgspj.de/wp-content/uploads/service-stellungnahme-si-2017.pdf) Dies zeigt den hohen Stellenwert, den diese Therapiemethode nach wie vor hat, wenn sie gezielt eingesetzt wird und sich an den Alltagsproblemen des Kindes/der Familie orientiert.

Inhalte des Seminars sind:

  • Einführung in das Konzept der Sensorischen Integration
  • Überblick über die Sinnessysteme und das ZNS
  • Störungsbilder der SI analog zu den aktuellen Klassifizierungen
  • Möglichkeiten der Befundung anhand von kriteriengeleiteten Beobachtungen
  • Die Fidelity-Kriterien in der SI-Behandlung
  • Möglichkeiten der Alltagsstrukturierung nach SI-Prinzipien/ Themen der Elternberatung.
  • Ergänzt werden die Kursinhalte durch Selbsterfahrungsübungen und zahlreiche Videofallbeispiele.

Fr 15. Mai, 9.30 Uhr bis Sa 16. Mai 2020, 16.00 Uhr
Referentinnen: Astrid Baumgarten, Iris Knipschild
Kursgebühr: 260,- EUR

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PÄD9 20 Verhaltensauffällige Kinder in der (Ergo)therapie (16 UE)

1. Teil: Entwicklungspsychologische Grundlagen von Verhaltensauffälligkeiten im Kindesalter
Am 1. Seminartag werden wir gemeinsam den folgenden Fragen nachgehen: Mit Trotzverhalten, Ungehorsam, Wutausbrüchen, Aggressionen oder auch sozial-unsicherem Verhalten können Kinder in funktionell orientierten Therapien den eigentlichen Therapieauftrag ziemlich erschweren.
Nicht jedem Verhalten, das als persönliche Herausforderung erlebt wird, liegt eine Entwicklungsauffälligkeit oder gar -störung zu Grunde.

  • Wann verhält sich ein Kind "normal", wann "abweichend"?
  • Was ist ein "auffälliges" Verhalten und welche Ursachen könnten vorliegen?
Erarbeitet und kritisch beleuchtet werden Störungsbilder wie Bindungsstörungen, ADHS mit oppositionellen Verhaltensanteilen, aggressives Verhalten , aber auch Angststörungen, Autistische Verhaltensweisen und unsicher, zurückhaltendes Verhalten sowie unklare Verhaltensweisen und deren mögliche Einordnung.

2. Teil: Umgang mit Verhaltensauffälligkeiten im therapeutischen Setting
Am 2. Seminartag werden wir auf Grundlage der erarbeiteten Verhaltensweisen gemeinsam erarbeiten, wie
  • mit schwierigen Verhaltensweisen im therapeutischen Setting umgegangen werden kann
  • durch Beziehungsangebote förderliches Verhalten installiert werden kann
  • Eltern in einen konstruktiven Prozess der Zusammenarbeit zur Förderung der Kooperationsfähigkeit, aber auch Selbstwirksamkeit usw. eingebunden werden können.

Sa 16. Mai, 9.30 Uhr bis So 17. Mai 2020, 16.00 Uhr
Referentinnen: Stephanie Busch (Dipl. Psychologin)
Kursgebühr: 260,- EUR

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Neues Seminarthema

PÄD10 20 Grundlagen der Beratung für Kindertagesstätten (8 UE)
- PÄDergo - ggfs. auch als Einzelkurs zu buchen

Betätigungsprobleme von Kindern im Vorschulalter zeigen sich oft deutlicher in der KITA als im häuslichen Kontext. Daher werden viele der Kinder, die in ergotherapeutischer Behandlung sind werden auf Anraten der pädagogischen Fachkräfte überwiesen. Auch die Eltern benennen häufig Betätigungsprobleme, die eher im Kindergarten-Kontext auftreten. In diesen Fällen ist eine gute Beratung der KITA unverzichtbarerer Bestandteil der ergotherapeutischen Intervention und eine oft schnelle und effiziente Möglichkeit auf die Betätigungsprobleme Einfluss zu nehmen.
Basis für diese Beratung, gerade von inklusiv arbeitenden Kindertagesstätten ist, allen Kindern bestmögliche Partizipation bei allen Aktivitäten zu ermöglichen.
Kinder mit unterschiedlichen Bedürfnissen, Fähig- und Schwierigkeiten in der KITA-Gruppe zu begleiten, zu fördern und zu unterstützen ist eine große Herausforderung für alle Beteiligten. Manchmal sind Veränderungen in der Raumgestaltung oder eine andere Art der Anweisung schon hilfreich, kritische Situationen zu entzerren. Für diesen Prozess sind Kenntnisse über eine entsprechende Raumgestaltung, Strukturierung des Tagesablaufs und Möglichkeiten der Reizreduktion hilfreich. Dieses Wissen verhilft dazu, der gesamten Gruppe ein positives Lebens- und Lernumfeld zu ermöglichen und ist daher nicht nur für Kinder mit besonderen Bedürfnissen oder Problemen wichtig. Viele der erarbeiteten Strategien/Aspekte lassen sich auch für die Beratung in das Umfeld Schule nutzen.

Folgende Fragen werden wir gemeinsam im Seminar beantworten:

  • Welche Situationen sind im Kindergarten besonders herausfordernd und warum?
  • Wie lässt sich ohne großen Aufwand ein Raum so gestalten, dass alle Kinder und auch die Bezugspersonen sich dort wohl fühlen und entfalten können?
  • Welche Möglichkeiten gibt es, Reizüberflutung in der KITA zu vermeiden und wie können diese einfach umgesetzt werden?
  • Wodurch kann eine Strukturierung des KITA-Alltags erreicht werden, die den Kindern Sicherheit und Orientierung gibt?
  • Welche Möglichkeiten bietet der TEACCH-Ansatz hierfür in der KITA?

So 17. Mai 2020, 9.30 bis 17.00 Uhr
Referentinnen: Iris Knipschild, Astrid Baumgarten
Kursgebühr: 140,- EUR

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PÄD11 20 "Aufgepasst"
1. Einführung in die Diagnostik und Therapie von Aufmerksamkeitsstörungen/ ADHS;
2. Der systemische Blick auf die "ADHS-Familie" (18 UE)
- PÄDergo - ggfs. auch als Einzelkurs zu buchen

Immer mehr Kinder werden mit Aufmerksamkeitsstörungen und/oder (Verdacht auf) ADHS mit entsprechenden Betätigungsproblemen in die ergotherapeutische Praxis überwiesen. Daher ist dies ein wichtiges Thema, das aus mehreren Blickwinkeln betrachtet werden sollte.

Neben grundlegenden ergotherapeutischen Behandlungsmöglichkeiten bei AD(H)S werden wir uns mit folgenden Seminarinhalten auseinandersetzen:

  • Betätigungsorientierte und klientenzentrierte Vorgehensweise bei Problemen im Bereich der Aufmerksamkeitssteuerung/ADHS analog zum CPPF
  • Betätigungsanalyse bei ADHS-spezifischen Problemstellungen
  • Kurzer Exkurs über neurophysiologische Grundlagen zur Steuerung von Aufmerksamkeit und Konzentration
  • Vor- und Nachteile der diagnostischen Möglichkeiten (Papier und Bleistift-Verfahren, computergestützte Tests, Fragebogen)
  • Welche Testverfahren können die Aktivitäts- und Partizipationsprobleme des Kindes auf der Funktionsebene verdeutlichen, um so den, für das Kind geeigneten Interventionsansatz auszuwählen?
  • Vorstellung des TEA-Ch-Test
Kurze Einführung in folgende Therapiekonzepte:
  • Marburger Konzentrationstraining (Krowatschek)
  • Aufmerksamkeitstraining nach Lauth & Schlottke
  • ATTENTIONER von Jacobs & Petermannn
  • Alert-Programm nach Williams & Shellenberger
  • IntraActPlus-Konzept von Jansen & Streit
Ergänzt werden diese Themen durch einen Workshop der Psychologin Stephanie Busch mit folgenden Inhalten:
  • Die Familie eines Kindes mit ADHS aus der systemischen Perspektive
  • Welche Kriterien müssen nach ICD - 10 für eine AD(H)S-Diagnose vorliegen? Was beinhaltet eine ADHS-Diagnostik idealerweise?
  • Beobachtungskriterien für das kindliche (Spiel-)verhalten
  • Die Marte Meo Methode zur Unterstützung der Eltern-Kind-Interaktion
  • Auf welchen gemeinsamen Prinzipien bauen Elterntrainings/Programme wie beispielsweise THOP (Therapieprogramm für Kinder mit hyperkinetischem und oppositionellem Verhalten), Triple P (Positive Parenting Program) oder Starke Eltern, starke Kinder® auf? Welche Eltern können von einem solchen Programm profitieren?
Das Seminar bietet auch eine Entscheidungshilfe, welche der vorgestellten Therapieprogramme/ Förderansätze zum persönlichen Arbeitsstil der TeilnehmerInnen passen.

Mi 10. Juni, 9.30 Uhr bis Do 11. Juni 2020, 17.30 Uhr
Referentinnen: Astrid Baumgarten, Stephanie Busch (Dipl. Psychologin), Inge Esser
Kursgebühr: 275,- EUR

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PÄD12 20 CO-OP Vertiefungs-Tag (8 UE)

Dieser 3. Kurstag knüpft an das Seminar PÄD4 20 von Sa 15./So 16. Febr. 2020 an.

Fr 12. Juni 2020, 9.30 Uhr bis 17.00 Uhr
Referentinnen: Stephanie Knagge, Iris Knipschild


PÄD13 20 "Zappelphilipp wird erwachsen"
Ergotherapeutische Behandlung der ADHS im Jugend- und Erwachsenenalter (16 UE)

ADHS wächst sich nicht aus, es zeigen sich nur mit zunehmendem Alter weniger Symptome, wenn die Betroffenen gute Kompensationsstrategien erlernt haben. Dieses Wissen ist relativ unbekannt. Noch unbekannter ist die evidenzbasierte Behandlung dieses Störungsbild im Jugend- und Erwachsenenalter.
Ergotherapeuten mit ihrem klientenzentrierten und betätigungsorientierten Behandlungsansatz können dieses Klientel sehr effektiv darin unterstützen, Kompensationsstrategien für ihren individuellen Alltag zu entwickeln.

Im Kurs werden wir uns, basierend auf aktuellen Forschungsergebnissen zur ADHS und ihrer Behandlung, sehr praxisnah mit diesen Themen beschäftigen:

  • Symptome und Symptomwandel der ADHS im Jugend- und Erwachsenenalter
  • Schwierigkeiten des Übergangs eines Kindes mit ADHS ins Erwachsenenalter, insbesondere Versorgungsprobleme im Gesundheitssystem (Transitionen)
  • Folgen einer unbehandelten ADHS im Erwachsenenalter
  • Ergotherapeutische Befundung, Behandlung und Coaching der Jugendlichen und Erwachsenen mit ADHS
  • Abläufe der Intervention, verhaltenstherapeutische Elemente, Strukturentwicklung, Kompensationsstrategien
  • Zusammenarbeit mit Fachärzten und Psychotherapeuten - wer macht was?
  • Konkrete Fallbeispiele

Sa 13. Juni, 9.30 Uhr bis So 14. Juni 2020, 16.00 Uhr
Referentinnen: Stephanie Knagge
Kursgebühr: 260,- EUR

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1. Teil des 3-teiligen Zertifikatskurses

PÄD14 20 Schulbasierte Ergotherapie Klientenzentriertes, betätigungs- und evidenzbasiertes Arbeiten im inklusiven Schulkontext: Grundlagen (16 UE)

Dieses Seminar bietet eine umfassende Einführung in die schulbasierte Ergotherapie zur Unterstützung der Inklusion.
Auf dem Hintergrund der nationalen und internationalen Gesetzgebungen und des Sozialen Modells der Behinderung wird die Rolle und Funktion der Ergotherapie im inklusiven Schulkontext erarbeitet. Theoretische Grundlagen und Praxisprinzipien werden unter Berücksichtigung relevanter Forschungsevidenz erläutert. Der ergotherapeutische Prozess im Schulkontext sowie das integrierte Arbeiten im Klassenraum und Schulalltag werden anhand von Praxisbeispielen dargestellt, gemeinsam diskutiert und angewandt. Schwerpunkt hierbei ist der partnerschaftliche Problemlösungsprozess und das klinische Reasoning.

Nach Teilnahme an allen drei Teilen der Seminarreihe besteht die Möglichkeit zur Zertifizierung.

Sa 20. Juni, 9.30 Uhr bis So 21. Juni 2020, 16.00 Uhr
Referentinnen: 2 Kolleginnen aus dem Ergoinklusiv-Referententeam
Kursgebühr: 300,- EUR

Der 2. Teil des Zertifikatskurses mit dem Schwerpunkt Befunderhebung in der schulbasierten Ergotherapie findet am 3./4. Okt. 2020 in Bonn statt.

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PÄD15 20 Früherkennung und Prävention schulischer Lernstörungen bei Kindern in der Ergotherapie (9 UE)
- PÄDergo - ggfs. auch als Einzelkurs zu buchen

Lernstörungen haben weitreichende Folgen für die schulische, berufliche, emotionale und soziale Entwicklung der betroffenen Kinder. Da die Wurzeln von Lernstörungen oft schon im Vorschulalter zu suchen und zu finden sind, ist ein möglichst frühzeitiges Erkennen von Entwicklungsrisiken bereits in diesem Zeitabschnitt, spätestens zum Schulbeginn, von großer Relevanz. Von besonderem Interesse ist dabei die Erfassung und Förderung von Vorläuferfertigkeiten, die für den Erwerb von Lese- Rechtschreib- und Rechenkompetenzen grundlegend sind.
Viele der in der Ergotherapie behandelten Kinder weisen eine hohe Anzahl von Risikofaktoren für spätere schulische Lernstörungen auf ("Soft Signs"). ErgotherapeutInnen sind daher prädestiniert dafür, mit Vorschulkindern im Bereich Prävention von späteren Lernstörungen zu arbeiten. Zudem werden vermehrt Kinder im Vorschulalter mit dem Auftrag "Fit machen für die Schule" in die Praxen überwiesen.

Themen des Kurses:

  • Spezifische Basiskompetenzen des Lesens, Rechtschreibens und Rechnens bei Kindern im Vorschulalter anhand des aktuellen wissenschaftlichen Kenntnisstandes
  • Darstellung der Risikofaktoren für schulische Lernstörungen im Vorschulalter: "Soft Signs", unspezifische, spezifische Prädiktoren
  • Möglichkeiten der Befundung/Testung von Vorläuferfertigkeiten des Lesens, Rechtschreibens und Rechnens
  • Befundung der mathematischen Vorläuferfähigkeiten mit einem, in Zusammenarbeit mit Dr. Barth, erstellten Screening (wird den TN nach dem Kurs zugemailt)
  • Präventive Möglichkeiten und Ansätze zur Verhinderung späterer Lernstörungen innerhalb der pädiatrischen Ergotherapie
Praktische Erprobung von entsprechenden Behandlungssequenzen und Filmbeispiele vertiefen die Seminarinhalte. Die unterschiedlichen Beobachtungs-/Screeningbögen werden den TeilnehmerInnen nach dem Seminar für die direkte Anwendung in der praktischen Arbeit zugemailt.

Do 17. Sept. 2020, 9.30 bis 17.30 Uhr
Referentinnen: Astrid Baumgarten, Iris Knipschild
Kursgebühr: 145,- EUR

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PÄD16 20 Ergotherapie bei visuellen Wahrnehmungsverarbeitungsstörungen (12 UE)
- PÄDergo - ggfs. auch als Einzelkurs zu buchen

Rund um das Thema der visuellen Wahrnehmung gibt es viele unterschiedliche Definitionen und entsprechende Förder- und Therapieansätze. Im Seminar wird eine Einordnung der verschiedenen Begrifflichkeiten in Bezug zum ergotherapeutischen Befund (inkl. FEW - 2 Ergebnissen) vorgenommen. Die Auswirkung der Störungsbilder auf die Partizipation der Kinder in der Schule und häuslichem Umfeld werden geschildert.

Seminarthemen:

  • Entwicklung des visuellen Systems und der visuellen Wahrnehmung
  • Einordnung der unterschiedlichen Bezeichnungen im Bereich der visuellen Wahrnehmungsverarbeitungsstörungen
  • Befundung der visuellen Wahrnehmungsleistungen
  • Welche Rolle spielt der FEW-2 bei dieser Diagnostik?
  • Welche Aussagen können nach einer FEW-2 Testung in Bezug auf Schulfertigkeiten und betätigungsproblemorientierte Behandlungsansätze gemacht werden
  • Räumlich-konstruktive Störungen als Teilbereich umschriebener Lernstörungen
  • Behandlungsansätze bei räumlich-konstruktiven und bei visuell-perzeptiven Wahrnehmungsverarbeitungsstörungen.
Die Möglichkeiten der praktischen Umsetzung werden an Hand von Videobeispielen demonstriert und während des Seminars gemeinsam erarbeitet.

Fr 18. Sept., 9.30 Uhr bis Sa 19. Sept. 2020, 13.00 Uhr
Referentinnen: Inge Esser, Nora Bilke
Kursgebühr: 205,- EUR

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PÄD17 20 Einführung in die Sensorische Integrationstherapie (18 UE)

In diesem Einführungsseminar wird das Konzept der Sensorischen Integrationstherapie vorgestellt.
Gerade in den letzten Jahren sind zahlreiche internationale Studien zu unterschiedlichen Fragestellungen rund um die SI und zur Effektivität der SI-Therapie veröffentlicht worden. Auch die Stellungnahme der Neuropädiater zur SI wurde 2017 überarbeitet und veröffentlicht (http://www.dgspj.de/wp-content/uploads/service-stellungnahme-si-2017.pdf)
Dies zeigt den hohen Stellenwert, den diese Therapiemethode nach wie vor hat, wenn sie gezielt eingesetzt wird und sich an den Alltagsproblemen des Kindes/der Familie orientiert.

Inhalte des Seminars sind:

  • Einführung in das Konzept der Sensorischen Integration
  • Überblick über die Sinnessysteme und das ZNS
  • Störungsbilder der SI analog zu den aktuellen Klassifizierungen
  • Möglichkeiten der Befundung anhand von kriteriengeleiteten Beobachtungen
  • Die Fidelity-Kriterien in der SI-Behandlung
  • Möglichkeiten der Alltagsstrukturierung nach SI-Prinzipien/ Themen der Elternberatung.
Ergänzt werden die Kursinhalte durch Selbsterfahrungsübungen und zahlreiche Videofallbeispiele.

Sa 26. Sept., 9.30 Uhr bis So. 27. Sept. 2020, 16.00 Uhr
Referentinnen: Iris Knipschild, Inge Esser
Kursgebühr: 260,- EUR

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Auch als SI-Refresher sinnvoll!

PÄD18 20 Der Einsatz des Sensory Profile 2 in der Pädiatrie (8 UE)

Mit der deutschen Normierung und Übersetzung des Sensory Profile 2 steht uns dieser standardisierte Fragebogen jetzt auch in Deutschland zur Verfügung. Das Sensory Profile 2 gibt einen Überblick über die sensorischen Verarbeitungsmuster eines Kindes in verschiedenen Kontexten. Diese Hintergrundinformationen helfen den ErgotherapeutInnen und allen anderen Mitgliedern eines multidisziplinären Teams zu verstehen, wie die sensorischen Muster eines Kindes seine Teilhabe am Alltag beeinflussen. Dunns Framework zur sensorischen Verarbeitung bildet die Basis für dieses Assessment. Die Eltern bzw. Pädagogen beantworten Fragen zu Auswirkungen von sensorischen Reizen auf das Kind im Alltag zuhause und/oder in der Kita/Schule.
Fünf verschiedene Fragebögen stehen hierfür zur Verfügung:

  • Säugling bis 6 Monate
  • Kleinkind 7 bis 35 Monate
  • Kind 3;0 bis 14;11 Jahre
  • Fragebogen für Pädagogen 3;0 bis 14;11 Jahre
  • Sensory Profile Kurzform
Themen des Kurses:
  • Hintergründe zum Framework von Dunn bzgl. der sensorischen Verarbeitung
  • Zielgruppe für die Anwendung der Fragebögen
  • Auswertung der Fragebögen
  • Interpretation der individuellen kindlichen Profile
  • Einbindung der Ergebnisse in die SI-therapeutischen Interventionen.
Die Kursinhalte werden durch Fallbeispiele verdeutlicht.

Sa 26. Sept. 2020, 9.30 Uhr bis 17.00 Uhr
Referentinnen: Astrid Baumgarten
Kursgebühr: 140,- EUR

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Wieder im Kursprogramm

PÄD19 20 Abgrenzung der SI-Befunde von anderen Diagnosen im Kindesalter (8 UE)

Zur professionellen ergotherapeutischen Befundung und Behandlung gehört selbstverständlich innerhalb des "Clinical Reasoning" auch die Wahl eines passenden Bezugsrahmens.
Betätigungsperformanzprobleme können jedoch je nach gewähltem Bezugsrahmen durchaus unterschiedlich begründet sein. Gerade im Bereich der SI-Befunde ist es wichtig für eine Alltagsziel-orientierte Therapie die beobachteten Probleme auch aus einem anderen möglichen Blickwinkel/Bezugsrahmen zu interpretieren.
So kann die Ursache für Schwierigkeiten in der Kontaktaufnahme/-gestaltung zu anderen Kindern beispielsweise im Bereich einer SI-Modulationsstörung liegen. Diese Alltagsprobleme könnten aber auch Symptom einer Autismus-Spektrum-Störung sein oder aufgrund einer auditiven Wahrnehmungsverarbeitungsstörung entstanden sein.
Ziel dieses Kurses ist es daher, Hinweise bzw. Beobachtungskriterien aufzuzeigen, die helfen, unterschiedliche Befunde gut voneinander abzugrenzen. Durch diese Kenntnisse ist dann die Wahl der passenden, zielführenden Behandlungsmethode möglich.

Themen des Seminars:

  • Abgrenzung einer sensorisch bedingten Motorikstörung von einer entwicklungsbedingten Koordinationsstörung ("UEMF"- umschriebene Entwicklungsstörungen der motorischen Funktionen, DCD)
  • Abgrenzung/Überschneidungen von Symptomen einer Sensorischen Modulationsstörung von Diagnosen wie Autismus, AD(H)S
  • Abgrenzung des Befundes einer Somatodyspraxie von kognitiven Einschränkungen.
Alle Themen werden auch anhand von Videofallbeispielen verdeutlicht.

So 27. Sept., 9.30 bis 17.00 Uhr
Referentinnen: Astrid Baumgarten
Kursgebühr: 140,- EUR

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PÄD20 20 CO-OP: ein kognitiver Ansatz bei Kindern mit motorischen Entwicklungsstörungen und anderen Störungsbildern (16 UE + 8 UE 2. Teil)

Im ersten Teil dieses Workshops (am 1. und 2. Tag) wird der evidenzbasierte CO-OP Ansatz (Cognitive Orientation to Daily Occupational Performance) von Dr. Helene Polatajko und Kollegen (Kanada) vorgestellt und praktisch erprobt.

Der CO-OP-Ansatz ist auf verschiedenen Ebenen wissenschaftlich erforscht und in seiner Wirksamkeit evaluiert. Er wird v. a. in der Therapie von Kindern mit umschriebenen Entwicklungsstörungen der motorischen Funktionen (UEMF) in den entsprechenden Versorgungsleitlinien als wirksam empfohlen. Darüber hinaus gibt es inzwischen vielversprechende Pilotstudien und Erfahrungen bei CO-OP mit Erwachsenen und Klienten mit anderen Störungsbildern, wie z.B. Autismus, Apoplex u.a.

Inhalte 1.und 2. Tag: CO-OP kennenlernen (Ziel und Plan) " Kurzvorstellung des Störungsbildes Umschriebene Entwicklungsstörung Motorischer Funktionen (UEMF) " Theoretische Hintergründe und Forschungsergebnisse " Einsatz kognitiver Strategien " Dynamische Ausführungsanalyse " Geleitete Entdeckung " Elternbeteiligung/-beratung Danach sollen praktische Erfahrungen mit der Methode in der Praxis gesammelt werden.

Der zur CO-OP Weiterbildung gehörende Vertiefungs-Tag (3. Tag) bietet die Gelegenheit sich über die Erfahrungen mit CO-OP auszutauschen und das Wissen über CO-OP zu vertiefen. Dieser Tag findet im Febr. 2021 statt.

Der Vertiefungstag bietet die Gelegenheit sich über die Erfahrungen mit CO-OP auszutauschen und das Wissen über CO-OP zu vertiefen.
Hier stehen die eigenen Fallbeispiele und Erfahrungen mit CO-OP im Mittelpunkt. Es werden u. a. spezifische Aspekte und die Fragen nach den Möglichkeiten und Grenzen, den Schwierigkeiten und Erfolgen der Anwendung von CO-OP diskutiert.

Darüber hinaus wird auch ein Einblick über neueste Entwicklungen zum Thema gegeben. Weiterhin besteht die Möglichkeit, mitgebrachte Videobeispiele zu analysieren und ggf. einzelne CO-OP-Vorgehensweisen praktisch zu vertiefen.

Inhalte: Vertiefen des CO-OP-Wissens und Erfahrungsaustausch (Check)

  • Erfahrungsaustausch
  • Videoanalysen
  • Ideenpool
  • Praktische Vertiefung
  • Neue Entwicklungen
Das Mitbringen von eigenen Fallbeispielen für den Vertiefungs-Tag (3. Tag), gerne auch als Videosequenzen, bereichert diesen Workshop sehr und wird erwartet!

Teil 1: Sa 3. Okt., 9.30 Uhr bis So 4. Okt. 2020, 16.00 Uhr
Teil 2: Febr. 2021
Referentinnen: Stephanie Knagge, Iris Knipschild
Kursgebühr: 395,- EUR für 3 Tage mit insgesamt 24 UE

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2. Teil des 3-teiligen Zertifikatskurses

PÄD21 20 Schulbasierte Ergotherapie Klientenzentriertes, betätigungs- und evidenzbasiertes Arbeiten im inklusiven Schulkontext: Befunderhebung (16 UE)

Inhalt dieses Seminars ist eine umfassende Vertiefung ergotherapeutischer Befunderhebung in Grundschulen vor dem Hintergrund der Inklusion. Vorgestellt werden eine in den Schulalltag integrierte Befunderhebung sowie verschiedene Befunderhebungsmethoden und -instrumente, deren praktische Umsetzung gemeinsam anhand von Fallbeispielen geübt wird. Relevante Theorien und Forschungsevidenz zur effektiven und effizienten Befunderhebung in der schulbasierten Ergotherapie werden vertieft.

Voraussetzung für diesen Kurs ist die Teilnahme an Teil 1 der Kursreihe "Schulbasierte Ergotherapie" bei INSIGHT oder der DVE-Akademie. Nach Teilnahme an allen drei Teilen der Seminarreihe besteht die Möglichkeit zur Zertifizierung.

Sa 3. Okt., 9.30 Uhr bis So 4. Okt. 2020, 16.00 Uhr
Referentinnen: 2 Kolleginnen aus dem Ergoinklusiv-Referententeam
Kursgebühr: 300,- EUR

3. Teil des Zertifikatskurses mit dem Schwerpunkt Intervention in der schulbasierten Ergotherapie im Febr. 2021

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PÄD22 20 Kindliche Entwicklung
Kriterien zur Befundung von Entwicklungsauffälligkeiten (8 UE)
- PÄDergo - ggfs. auch als Einzelkurs zu buchen

Bei der Analyse der Betätigungs- und Partizipationsprobleme, gerade bei jüngeren Kindern, stellt sich oft die Frage, ob diese Probleme Hinweise auf zugrundeliegende Entwicklungsauffälligkeiten sind. Denn insbesondere bei einem klientenzentrierten Ansatz ist es wichtig, individuelle Stärken und Schwächen im Interventionsprozess zu berücksichtigen. Vor diesem Hintergrund können dann therapeutische Bezugsrahmen und Methoden zielgerichtet ausgewählt werden. Auch der Dialog mit den Eltern wird durch dieses Wissen erleichtert.
Gerade bei jungen Kindern, die mit vielen gängigen Testverfahren noch nicht zu untersuchen sind, bieten das "Grenzsteinkonzept der kindlichen Entwicklung" (Michaelis 2010, 2013) ein gut anwendbares Assessment zur Beurteilung evtl. Entwicklungsauffälligkeiten. Die "Grenzsteine" ermöglichen eine Vereinfachung des interdisziplinären Austauschs mit Kinderärzten und pädagogischen Fachkräften, da auch diese Berufsgruppen dieses Instrument anwenden/kennen.
In diesem Seminar soll u. a. anhand von Videofallbeispielen das Grenzsteinkonzept kindlicher Entwicklung in den o. g. Bereichen vorgestellt werden. Die grob- und feinmotorische, kognitive, sprachliche und sozial/emotionale Entwicklung in den ersten Lebensjahren wird im Kurs thematisiert.

Ein von INSIGHT entwickelter Beobachtungsbogen zur kriteriengeleiteten Beobachtung von Kindern zwischen 4 und 6 Jahren inkl. Auswertungshinweisen wird im Seminar anhand eines Videofallbeispiels vorgestellt und den TeilnehmerInnen nach dem Kurs zur Verwendung in der eigenen therapeutischen Arbeit zugemailt.

Do 3. Dez. 2020, 9.30 bis 17.00 Uhr
Referentinnen: Astrid Baumgarten, Iris Knipschild
Kursgebühr: 140,- EUR

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PÄD23 20 Gesprächsführung mit Eltern - auf dem Weg zum Coaching (8 UE)
- PÄDergo - ggfs. auch als Einzelkurs zu buchen

Ohne die Kooperation der Eltern ist eine Therapie nur bedingt wirksam, da nur durch sie eine Übertragung der erarbeiteten Fertigkeiten in den Alltag gewährleistet werden kann.
Häufig sind Ergotherapeuten in ihrer pädiatrischen Arbeit jedoch damit konfrontiert, dass Eltern die zahlreichen Hinweise und Tipps zum Umgang mit den Kindern im Alltag nicht umsetzen. Manchmal geschieht dies, weil unsere "Ratschläge" für die Eltern nicht kompatibel genug für die alltäglichen Abläufe zu Hause sind.
Daher ist es wichtig, über reflektive Fragen ("W"-Fragen) zum einen die Problemsituationen genau zu erfassen, zum anderen die Eltern auf dem Weg zu eigenen Lösungsstrategien zu begleiten. Diese Lösungsstrategien werden dann von den Eltern auch wirklich im Alltag erprobt.
In diese coachenden Elterngespräche fließt aber durchaus auch unser ergotherapeutisches Expertenwissen mit ein. Häufig geschieht dies im Sinne einer Aufklärung über die kindspezifischen Faktoren und deren Einfluss auf die Betätigungen im Alltag (Psychoedukation).

Themen des Seminars:

  • Überblick über die in der pädiatrischen Ergotherapie geführten Gespräche
  • Grundlagen der klientenzentrierten Gesprächsführung
  • Das PEO-Modell in der Elternarbeit
  • "Reframing", als Möglichkeit den Blick der Bezugspersonen auf das Kind positiv zu verändern
  • Einführung in den Einsatz der reflektiven Fragen Gesprächstechniken ("W - Fragen")
  • Übungsfälle und Arbeitsgruppen zur Erprobung der "W"-Fragen
  • Vermittlung von kindspezifischen Faktoren, z.B. beim Umgang mit Trotz, Essens- und Schlafproblemen, Problemen bei den Hausaufgaben.
Die im Seminar vermittelten Vorgehensweisen können auch sehr gut auf die Intervention mit älteren Kindern und Jugendlichen und auf die partnerschaftliche Zusammenarbeit mit pädagogischen Fachkräften übertragen werden.

Fr 4. Dez. 2020, 9.30 bis 17.00 Uhr
Referentinnen: Astrid Baumgarten, Inge Esser
Kursgebühr: 140,- EUR

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PÄD24 20 Grundlagen des ergotherapeutischen Befundes in der Pädiatrie anhand des CPPF-Prozessmodells:
Betätigungsorientierte Befunderhebung: COPM, Anamnese, Betätigungsanalyse, Auswahl der Befundinstrumente, Befundzusammenstellung, SMART-Ziele, Berichterstattung (16 UE)
- PÄDergo - ggfs. auch als Einzelkurs zu buchen

Basis einer erfolgreichen ergotherapeutischen Intervention ist eine betätigungsorientierte und klientenzentrierte Befunderstellung.
Daher werden wir uns im Kurs mit folgenden Themen auseinandersetzen:

  • Kurze Einführung in das klinische Reasoning und in das kanadische Prozessmodell CPPF (Canadian Practice Process Framework), das den weiteren Ablauf des Seminars strukturieren wird
  • COPM als Instrument zur betätigungsorientierten Zielsetzung und Messinstrument für Ergebnisse und als Grundlage für den betätigungsorientierten Befund in der Pädiatrie
  • Formen der Anamneseerhebung in der Pädiatrie: Welche Bereiche der bisherigen Entwicklung müssen abgefragt werden? Wie gehe ich mit den gewonnenen Daten um?
  • Betätigungsanalyse: Wichtige Prinzipien in der Durchführung
  • Gezielte Auswahl eventuell zusätzlich einzusetzender Testverfahren, kriteriengeleiteter Beobachtungen, Screenings, um das Performanzproblem des Kindes zielgerichtet erkennen, benennen und behandeln zu können
  • Wie können die "Befund-Puzzlesteine" zu einem ergotherapeutischen Gesamtbefund zusammengefasst werden?
  • Verknüpfung des Überweisungsauftrags des Arztes mit der Alltagsproblematik/den Betätigungsperformanzproblemen des Kindes
  • Entwicklung von betätigungsorientierten Zielen mit Kind/Eltern/Schule/Kindergarten analog zu den SMART-Regeln, damit die Ziele konkret und überprüfbar sind
  • Vorstellung des, an die ICF-CY angelehnten, INSIGHT-Befundschemas, dass den Schritt der Interpretation der Test- und Beobachtungsergebnisse übersichtlich gestaltet und die Befundzusammenstellung erleichtert
  • Formen der Berichterstattung an den Arzt.
Alle im Seminar verwendeten Dokumentationsbögen (Anamnesebogen, ICF-Befundbogen, Befundcheckliste, Zieltabellen etc.) werden den TeilnehmerInnen nach dem Kurs zur Verwendung in der eigenen praktischen Arbeit zugemailt.

Sa 5. Dez., 9.30 Uhr bis So 6. Dezember 2020, 16.00 Uhr
Referentinnen: Inge Esser, Nora Bilke
Kursgebühr: 260,- EUR

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PÄD25 20 Ergotherapeutische Behandlung von Säuglingen und Kleinstkindern (24 UE)

Die ergotherapeutische Arbeit mit Babys und Kleinstkindern (bis 18 Monate) erfordert zusätzliche diagnostische und therapeutische Kenntnisse. In den 2015 veröffentlichten AWMF-Leitlinien: "Psychische Störungen im Säuglings-, Kleinkind- und Vorschulter" werden bei Regulationsstörungen in dieser Altersstufe auch ergotherapeutische Methoden in Anlehnung an die Sensorische Integrationstherapie (Ayres, 2002) empfohlen.

Neben den unten genannten Themen werden uns auch folgende, insbesondere in der Babybehandlung auftauchenden Fragen beschäftigen:

  • Wie gehe ich als Therapeutin mit dem Problem der Erstaufklärung/Diagnose/Prognose um?
  • Wie schätzen wir ab, welche zusätzlichen Untersuchungen noch erforderlich sind (neurologisch..)?
  • Wie klären wir die in diesem Alter oft sehr komplexe Auftragslage?
  • Wie unterscheidet sich unsere Therapeutenrolle in der Behandlung von Babys und Kleinstkindern?

Kursthemen: Wir starten mit einem kurzen Überblick über die Normalentwicklung im 1. Lebensjahr. Dann werden wir uns mit zwei wichtigen Erscheinungsbildern im Säuglingsalter beschäftigen, mit dem Regulationsgestörten Baby und mit dem Hypotonen Säugling.
Hierzu werden jeweils folgende Befundungs- und Therapieansätze vorgestellt:

Ergotherapeutische Befundungsmöglichkeiten

  • Ablauf einer Untersuchungssituation mit einem Baby
  • Vorstrukturierte, kriteriengeleitete Beobachtungsmöglichkeiten
  • Gezielte Beobachtungen nach dem TSFI
  • Hinweise zu einer evtl. vorhandenen KISS-Problematik.
Intervention
  • Behandlungsansätze für die beiden Erscheinungsbilder
  • Besondere Behandlungsprinzipien
  • Schwerpunkte in der Elternberatung, Unterstützung der Interaktion, Beratung bzgl. der Umweltgestaltung.
  • Zudem werden wir die Abgrenzungsmöglichkeiten gegenüber Bewegungsstörungen thematisieren und auch ergotherapeutische Behandlungsmöglichkeiten von entwicklungsverzögerten Kleinkindern vorstellen.
Kenntnisse in der SI-Theorie und Therapie (mindestens eine SI-Einführung) werden für diesen Kurs vorausgesetzt.

Fr 11. Dez., 9.30 Uhr bis So 13. Dez. 2020, 16.00 Uhr
Referentinnen: Astrid Baumgarten, N.N.
Kursgebühr: 360,- EUR

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