SI-Weiterbildung 2021/22

Gerade in den letzten Jahren sind zahlreiche internationale Studien zu unterschiedlichen Fragestellungen rund um die SI und zur Effektivität der SI-Therapie veröffentlicht worden. Dies zeigt den hohen Stellenwert, den diese Therapiemethode nach wie vor hat, wenn sie gezielt eingesetzt wird und sich an den Alltagsproblemen des Kindes/ der Familie orientiert.

Ab 2021 findet die SI-Weiterbildung in Kooperation mit der SIGA e.V. (Sensory Integration German Association) und nach deren Richtlinien von 2020 statt.
Mitglieder der SIGA e.V. erhalten eine Ermäßigung der Kursgebühren um 5 %.
Im Übergangsjahr 2021 gewähren wir zudem den DVE-Mitgliedern weitere 5 % Ermäßigung.

Der revidierte SI-Weiterbildungslehrgang/DVE (2009/2015), SIGA (2020) besteht aus einem Modul-System (252 UE) und einem anschließenden Mentoring-System (48 UE) und führt direkt zum Zertifikat ET-SI/SIGA.

 Die Termine der SI-Weiterbildung 2021/2022

Achtung: nur noch wenige Plätze verfügbar!

SI - Modul 1a (27 UE Präsenzzeit):
Fr 3. Dezember, 9.30 Uhr bis So 5. Dezember 2021, 16.30 Uhr

SI - Modul 1b (25 UE Präsenzzeit davon 4 UE Praxis):
Fr 14. Januar, 9.30 Uhr bis So 16. Januar 2022, 16.30 Uhr

SI - Modul 2a (25 UE Präsenzzeit):
Fr 18. März, 9.30 Uhr bis So 20. März 2022, 16.00 Uhr

SI - Modul 2b (26 UE Präsenzzeit):
Fr 17. Juni, 9.30 Uhr bis So 19. Juni 2022, 16.00 Uhr

SI - Modul 3 (31 UE Präsenzzeit):
Do 1. September, 9.30 Uhr bis So 4. September 2022, 16.00 Uhr

Bei den Modulen 1b bis 3 wird mindestens ein Abendtermin zur Besprechung der Aufgaben der Selbstlernzeit stattfinden.

Termine für die Mentoring-Gruppen bitte im INSIGHT - Büro erfragen

Die Modulstruktur der SI-Weiterbildung


Voraussetzung für die Teilnahme am SI-Weiterbildungslehrgang/SIGA e.V. ist eine abgeschlossene Berufsausbildung (Nachweis durch die entsprechende Berufsurkunde), praktische Arbeit mit Kindern während der gesamten Weiterbildung (Umfang mindestens ein halber Tag pro Woche) sowie nachgewiesene Kenntnisse im Bereich der Testgrundlagen. Falls ein ergotherapeutisches Studium absolviert wurde, würde dieser Nachweis dafür reichen. Wenn das nicht der Fall ist, werden schriftliche Unterlagen zum Thema Testgrundlagen mit entsprechenden Fragen dazu per Mail verschickt.

Kursgebühr für den Modulteil mit 16 Tagen Präsenz, inkl. Bearbeitung der Selbststudiumsanteile durch eine Lehrtherapeutin SI/DVE und Praxisteil:
SIGA e.V. oder DVE: 2.510,- EUR (2.645,- EUR), zahlbar in 3 Raten
SIGA e.V. und DVE: 2.375,- EUR, zahlbar in 3 Raten

Kursgebühr für das Mentoring inkl. der Bearbeitung von 2 Fallbeispielen durch eine Lehrtherapeutin SI/DVE und Zertifikat:
SIGA e.V. und/oder DVE: 1.090,- EUR (1.150,- EUR), zahlbar in 2 Raten

Wichtige Informationen zur SI-Weiterbildung:
Es ist grundsätzlich möglich die einzelnen Module bei unterschiedlichen Weiterbildungsanbietern zu belegen.
Modul-System und Mentoring-System sind in einem Zeitraum von maximal 4 Jahren zu absolvieren.
INSIGHT bietet die SI-Weiterbildung als Gesamtkurs an, d.h. die Module 1 bis 3 sind als Kompaktkurs zu buchen.
Zwischen den einzelnen Modulen werden Praxisanteile absolviert:
Diese Praxisteile erfolgen in einer "Ausbildungspraxis" unter Anleitung einer ET-SI/DVE oder einer SI-Lehrtherapeutin/DVE. Listen mit entsprechenden Ausbildungspraxen in der Nähe der jeweiligen Wohnorte der TeilnehmerInnen werden vor Kursbeginn bekannt gegeben. Nach erfolgreicher Absolvierung eines Moduls erhält die Teilnehmerin für das betreffende Modul eine Teilnahmebescheinigung.
Nach dem Modulsystem schließt sich ein Mentoring-System an: Ziel des Mentoring-Systems ist es, den Mentee (TN) bei der konkreten Anwendung und Umsetzung des SI-Konzepts zu unterstützen. Im Mittelpunkt steht dabei vor allem auch der gemeinsame Austausch mit Mentorin und Mentees, um die eigenen Einflüsse auf die Therapie zu erkennen, zu reflektieren, zu bearbeiten sowie zu antizipieren.
Das Mentoring findet in Kleingruppen mit maximal 6 TN statt. Diese Gruppen können sich gegebenenfalls auch wohnortnah zusammenfinden.

Zur Anmeldung

Die Themen der einzelnen Module:

Modul 1a "Theoretische Grundlagen der Sensorischen Integration"
Das Teilmodul 1a bietet einen Überblick über die Sensorische Integration und vermittelt tiefer gehende Informationen zu den theoretischen Grundlagen, den, die Theorie stützenden Basiswissenschaften (Neurologie, Psychologie usw.) sowie zu den Folgerungen für die Praxis.

Themen:

  • Entstehung, Grundannahmen und Merkmale der SI
  • Bezugssysteme/Bezugsrahmen der Ergotherapie und der SI
  • Internationale Klassifikationssysteme und SI
  • Kindliche Entwicklung, auch in Bezug zur sensorischen Integration
  • Neurophysiologie
  • Neuropsychologie
  • SI in Kombination mit anderen Behandlungsansätzen


Modul 1b "Grundlagen für die Therapie der Sensorischen Verarbeitungsstörung"
Das Teilmodul 1b vermittelt Basiskompetenzen in der Befunderhebung einer Sensorischen Verarbeitungsstörung, in der Planung der Behandlung, für das Vorgehen in der Beratung sowie zur Evaluation der Therapie.

Themen:

  • Clinical/Professional Reasoning
  • Theoretische Grundlagen der Sensorischen Verarbeitungsstörung
  • Sensorische Verarbeitungsstörungen bei häufig vorkommenden Diagnosen wie z.B. ASS, ADHS oder Regulationsstörungen
  • Sensorische Verarbeitungsstörungen bei Erwachsenen mit unterschiedlichen Diagnosen
  • Befunderhebung einer Sensorischen Verarbeitungsstörung (Anamnese, Beobachtung)
  • Gezielte/Klinische Beobachtungen als teilstandardisiertes Befundinstrument
  • Rahmenbedingungen der SI-Therapie, Behandlungssetting, Behandlungsplanung
  • Grundlagen für die Beratung
  • Grundlagen der Evaluation und Dokumentation
  • Möglichkeiten der SI-Therapie für Erwachsene KlientInnen
Zwischen den Modulen 1b und 2a wird ein Praxisteil mit 8 UE absolviert. 4 UE Praxis sind in des Modul 1b integriert.


Modul 2a "Sensorische Diskriminationsstörung
(1. Teil: Schwerpunkt vestibulär/proriozeptiv) und Sensorisch basierte Motorikstörung"
Beschreibung der Kategorien (Muster) Sensorische Diskriminationsstörung (Schwerpunkt vestibulär/proriozeptiv) und Sensorisch basierte Motorikstörung einschließlich der bisherigen Erscheinungsbilder Posturale Dysfunktion und Bilaterale Integrations- und Sequenzierungsstörung (BISS).

Themen:

  • Neuroanatomische und Neurophysiologische Grundlagen der Sensorischen Diskriminationsstörungen (Schwerpunkt vestibulär-propriozeptiv) und der Sensorisch basierten Motorikstörungen: Posturale Dysfunktion und Bilaterale Integrations- und Sequenzierungsstörung (BISS).
  • spezifische Befundverfahren
  • Interpretation der Ergebnisse der durchgeführten Assessments - Zusammenstellung eines SI-Befundes
  • Herstellen des Zusammenhangs zwischen geschilderten Alltagsauffälligkeiten, Betätigungsbedürfnissen und SI-Befund
  • Therapie, Überprüfung der durchgeführten SI-Interventionen
  • Beratung der Bezugspersonen und Umweltanpassung in der jeweiligen Kategorie
  • Reflexion der therapeutischen Vorgehensweise unter Berücksichtigung der sozial-kognitiven Kompetenzen
  • Möglichkeiten der Dokumentation der SI-Interventionen
  • Abgrenzung von sensorisch bedingten Motorikstörungen, z.B. gegenüber UEMF, ADHS, Rezeptiven Sprachstörungen, kognitiven Beeinträchtigungen
  • Behandlungsansätze für Diagnosen mit ähnlichen Erscheinungsformen wie z.B. UEMF, ADHS und ihre Merkmale
  • praktische Anwendung an Patienten/Klienten.

Zwischen den Modulen 2a und 2b wird ein Praxisteil mit 7 UE absolviert.


Modul 2b "Sensorische Diskriminationsstörung
(2. Teil: Schwerpunkt taktil/proriozeptiv) und Sensorisch basierte Motorikstörung" Beschreibung der Kategorien (Muster) Sensorische Diskriminationsstörung (Schwerpunkt taktil/proriozeptiv) und Sensorisch basierte Motorikstörung einschließlich des bisherigen Erscheinungsbilds Somatodyspraxie.

Themen s. Modul 2a bezogen auf die hier betroffenen Kategorien

Zwischen den Modulen 2b und 3 wird ein Praxisteil mit 7 UE absolviert.


Modul 3 "Sensorische Verarbeitungsstörung II: Sensorische Modulationsstörung"
Beschreibung der Kategorie Sensorische Modulationsstörung mit ihren drei Subtypen Sensorisch bedingte Überreaktion (SOR), Sensorisch-bedingte Unterreaktion (SUR) sowie Reizsuche (RS).

Themen:

  • Neuroanatomische und Neurophysiologische Grundlagen der Sensorischen Modulationsstörungen mit den
  • spezifische Befundverfahren für sensorische Modulationsstörungen
  • Interpretation der Ergebnisse der durchgeführten Assessments - Zusammenstellung eines SI-Befundes
  • Herstellen des Zusammenhangs zwischen geschilderten Alltagsauffälligkeiten, Betätigungsbedürfnissen und SI-Befund
  • Gegenüberstellung der sensorischen Modulationsstörung zu Diagnosen in den Klassifikationssystemen, wie z. B. ICD-10, DSM IV/V, Zero to Three: 0-3; 0-5, Bezug zum ICF-CY.
  • Therapie, Überprüfung der durchgeführten SI-Interventionen
  • Beratung der Bezugspersonen und Umweltanpassung in der jeweiligen Kategorie
  • Reflexion der therapeutischen Vorgehensweise unter Berücksichtigung der sozial-kognitiven Kompetenzen
  • Möglichkeiten der Dokumentation der SI-Interventionen
  • Abgrenzung von sensorischen Modulationsstörungen z.B. gegenüber ADHS, Autismus
  • Behandlungsansätze für Diagnosen mit ähnlichen Erscheinungsformen wie z.B. ADHS, Autismus und ihre Merkmale
  • praktische Anwendung an Patienten/Klienten.

Nach dem Modul 3 wird ein Praxisteil mit 6 UE absolviert.

Zur Anmeldung